DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2009
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2008
THEATER IN MÜNCHEN, "NEMURITORUL" 2008
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2007
THEATER IN MÜNCHEN, "UN BARBAT SI MAI
MULTE FEMEI" 2007
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2006
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2005
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2004
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2002
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 1999
Teilnehmer vorangegangener Ausstellungen kurz
vorgestellt
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN
MÜNCHEN 2009
IM KULTURZENTRUM
GASTEIG
Rosenheimerstr. 5 / 81667 München
Karten: München Ticket, Tel. 54818181
oder im Gasteig an der Abendkasse |
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| Fr. 25.09.2009 - 07.10.2009 - Foyer Black Box und Glashaus |
Eintritt frei |
Fotoausstellung:
"Die Revolution von Temeswar, Dezember 1989". Gäste: Traian Orban, Präsident
des "Memorials der Revolution" Temeswar, Kurator Martin Rill, Donauschwäbisches
Zentralmuseum Ulm
Einführungsvortrag: PD. Dr. Vasile Docea
Vernissage: Freitag 25.09. 18.00 –19.30 Uhr
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| Fr. 25.09.2009 - Black Box - 20.00 Uhr |
Eintritt 22,- / 18,- Euro |
TITANIC VALS -
Theaterstück in rumänischer Sprache - Nottara Theater Bukarest / Die bekannte und sehr
beliebte Komödie von Tudor Musatescu, in neuer Besetzung. "Das unerwartete Erbe eines
verstorbenen Onkels, stellt das Leben einer bürgerlichen Familie komplett auf den
Kopf." Regie: Dinu Cernescu; Darsteller: Sorin Cocis, Luminita Erga, Ruxandra
Sireteanu, Ioana Calota, Raluca Gheorghiu. Alexandru Mike Gheorghiu, Alexandru Jitea,
Lucian Ghimis, Claudiu Romila, Ion Siminie, Anda Caropol, Gabriela Crisu.
Dauer ca. 2 Std. 45 Min., 1 Pause
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| Sa. 26.09.2009 - Black Box - 20.00 Uhr |
Eintritt 20,- / 17,- Euro |
DIALOGE UND
FANTASIEN IN JAZZ - mit Ion Caramitru und Johnny Raducanu. Vorstellung in rumänischer
Sprache begleitet von Jazzmusik. In der einmaligen Interpretierung vom Schauspieler
und Regisseur Ion Caramitru. Moderne und klassische Lyrik von Nichita Stanescu, Petre
Stoica, Dan Verona, Miron Radu Paraschivescu, Ana Blandiana, Lucian Avramescu. Das
Ganze in der unnachahmlichen Begleitung, des berühmten Jazzinterpreten Johnny
Raducanu. Ein unvergleichliches Erlebnis.
Dauer 90 Min. ohne Pause |
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| So. 27.09.2009 - Vortragssaal der Bibliothek - 17.00 Uhr |
Eintritt 7,- Euro |
PODIUMDISKUSSION
- in rumänischer Sprache : "War es oder war es nicht –eine Revolution auf dem
Prüfstand" Moderation Dr. Serban Orescu. Gäste: Anneli Ute Gabanyi, Politologin; Prof.
Ion Calafeteanu, Universitätsprofessor Geschichte; Dinu Zamfirescu, Präsident des
INMER (Nationales Institut zum Andenken an Rumäniens Exilanten); Ion Caramitru,
Regisseur, Schauspieler und aktiver Zeitzeuge. Eine heiße Diskussion, an der man gerne
teilnehmen kann!
Dauer: ca 3 Std., ohne Pause |
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| Do. 01.10.2009 - Black Box - 20.00 Uhr |
Eintritt 20,- / 18,- Euro |
FOLKLORABEND -
mit "Plaiul Oltului" –Tanz und Musik Feurige, mitreißende Volksmusik, mit einer
professionellen Show aus Tanz und Musik. Das Ensemble "Plaiul Oltului" wurde mit
Auszeichnungen überhäuft und ist schon durch viele Länder getourt. Höhepunkt der Show,
die unter der Leitung des Choreographen Nichita Dragomira glänzt, ist der "Calusul
Romanesc" ein beliebter und sehr bekannter Volkstanz. Die farbenfrohen, stilechten
Kostüme sind der Direktorin des Ensembles Anuta Nicu Cernat zu verdanken.
In Zusammenarbeit mit dem Münchner Musikseminar e.V.
Dauer ca. 2 Std. |
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| Mi. 07.10.2009 - Black Box - 20.00 Uhr |
Eintritt 15,- / 12,- Euro |
KAMMERKONZERT -
Cristina Bojin, Querflöte und Octavian Renea, Klavier - Die Flötistin Cristina Bojin
hat mit Auszeichnung die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in
Stuttgart absolviert. Sie wurde des öfteren preisgekrönt, zuletzt mit dem rumänischen
"Melos" Musikkritik Preis für die beste Mozart Interpretation. Der hochbegabte Pianist
Octavian Renea hat in München das Richard Strauss Konservatorium absolviert und wurde
mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert. Zuletzt erhielt er den Steinway Preis
München, 2008. Im Programm: Bach, Schubert, Reinecke, Golestan, Verdi.
In Zusammenarbeit mit dem Münchner Musikseminar e.V.
Dauer ca. 1Std., 30 Min mit Pause |
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| So. 11.10.2009 - Kleiner Konzertsaal - 16.00 Uhr |
Eintritt 15,- / 12,- Euro |
KINDERKONZERT am
Nachmittag - Unter der Leitung des engagierten Musikprofessors und Gründers des
Münchner Musikseminars e.V., Walter Krafft treten junge rumänische Talente aus
Rumänien und Deutschland auf. Ein ganz besonderes Musikerlebnis. Instrumente: Klavier,
Violine, Flöte, Cello
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RUMÄNISCHE
FILME IM FILMMUSEUM IM MÜNCHENER
STADTMUSEUM
St. Jakobs-Platz 1 / 80331 München
Karten: Filmmuseum im Münchener
Stadtmuseum, Tel.: 089 / 233 96450, Fax: 089 / 233 23931
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| Fr. 09.10.2009 - ABEND DER KURZFILME - 21.00 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
MARILENA DE LA P7 (Marilena von P7) –Rumänien 2006 –R: Cristian Nemescu –B:
Tudor Voican, Cristian Nemescu D: Gabriel Hulan, Madalina Ghitescu, Cristi Olesher,
George Clontolac –45 min, OmeU –"Nemescus Filmen ist eine unbändige Erzähllust eigen
und es sind die Orte, die er sehr genau erfasst. Hier geht er an den Stadtrand,
dorthin, wo sich der Staub der Armut und der Schweiß der Arbeit mit dem Druck der
Kleinkriminalität und den Ausdünstungen des Rausches vermengen. Sein Held ist 13 Jahre
jung, die Angebetete eine junge Prostituierte, die Eingangssequenz eine überwältigende
Inszenierung." (Irene Rudolf)
ALEXANDRA –Rumänien 2008 –R: Radu Jude –B: Radu Jude, Augustina Stanciu –:
Alexandra Pascu, Serban Pavlu, Oana Ioachim –26 min, OmeU –"Tavi bemerkt, dass seine
vierjährige Tochter ihn nicht mehr "Papa" nennt, da in der Patchworkfamilie
Missverständnisse und Ängste regieren." Der Film erhielt den Hauptpreis der
Oberhausener Kurzfilmtage.
LAMPA CU CACIULA (Eine Lampe mit Mütze) –Rumänien 2006 –R: Radu Jude –B:
Florin Lazarescu –D: Marian Bratu, Gabriel Spahiu, Natalia Calin –23 min, OmeU
–Marian, ein aufgeweckter Siebenjähriger, überredet seinen Vater, den kaputten
Fernsehapparat in der Stadt reparieren zu lassen. Ein kurzes Road Movie über die
Vater-Sohn-Beziehung und über die Bedeutung der kleinen Dinge im Leben." |
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| Sa. 10.10.2009 - CALIFORINA DREAMIN (unvollendet) - 21.00 Uhr |
Eintritt 5,- Euro |
CALIFORINA DREAMIN
(unvollendet) –Rumänien 2007 –R: Cristian Nemescu –B: Cristian Nemescu, Tudor
Voican –D: Armande Assante, Razvan Vasilescu, Jamie Elman, Maria Dinulescu –155 min,
OmeU –Kosovokrise 1999: eine amerikanische Marinetruppe begleitet einen Nato-Zug mit
militärischer Ausrüstung vom Schwarzen Meer bis zur serbischen Grenze. Irgendwo in der
Provinz stoppt ein Bahnhofvorsteher den Zug und will offizielle Papiere sehen.
Zwischen Captain Jones und dem Beamten Dolaru entwickelt sich ein Hahnenkampf, während
der Bürgermeister des Dorfes die Soldaten als Geschenk des Himmels für den
wirtschaftlichen Aufschwung sieht. Mit Humor und Zärtlichkeit blickt Nemescu auf die
Konfusionen, auf die Träume und Tränen der Mädchen des Dorfes."Nemescu starb –
27jährig –bei einem Autounfall, bevor er seinem Film den letzten Schliff geben
konnte, und man entschied, ihn so zu lassen wie er war, ein wenig rauh noch ein wenig
lang, aber Capainita, dieses Dorf im Nirgendwo, ist selbst rauh von der Armut und vom
Schnaps." (Irene Rudolf)
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| So. 11.10.2009 - POLIZIST, ADJECTIV (Polizist, Adjektiv) - 21.00
Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
POLIZIST, ADJECTIV
(Polizist, Adjektiv) –Rumänien 2009 –R+B: Corneliu Porumboiu –: Dragos Bucur, Vlad
Ivanov, Ion Stoica, Irina Saulescu –115 min, OmeU –"Der Bewusstwerdungsprozess eines
Polizisten, der einen Drogendealer überführen soll. Porumboiu macht daraus einen
strengen, langsamen und spannenden Anti-Thriller..." (Leo Soesanto) "Der Polizist
widersetzt sich seinem Auftrag aber sein Vorgesetzter verwickelt ihn in langwierige,
sprechphilosophische Debatten über Bewusstsein, Gewissen, Moral und Polizei, und
treibt ihn derart in die Enge, dass er seinen Widerstand schließlich aufgeben muss.
Der Film ist äußerst scharfsinnig, wenn er den Geist des autoritären Regimes auf den
Punkt bringt, indem er Begriffe aus dem Wörterbuch auf ihre exakte Bedeutung
untersucht." (Ulrich Gregor) In Cannes gewann 2009 der Film die Preise: Un Certain
Regards & FIPRESCI
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| Di. 13.10.2009 - KURZFILM - 18.30 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
VALURI (Wellen) –Rumänien 2007 –R+B: Adrian Sitaru –D: Sergiu Costache,
Karen Wallet, Roberto Bors –16 min, OmeU "Eine Frau vertraut ihr Baby am Strand einem
Romanjungen an. Aus Langeweile flirtet ein verheirateter Mann mit ihr. Die Geschichte
wendet sich, als sie in den Wellen verschwindet." Goldener Reiter-Preis, Dresden 2008.
Kurzfilm
CEALALTA IRINA (Die andere Irina) –Rumänien 2009 –R: Andrei Gruzsniczki –B:
Andrei Gruzsniczki, Ileana Muntean, Mircea Staiculescu –: Andi Vasluianu, Doru Ana,
Dragos Bucur, Simona Popescu, Dana Dogaru –95 min, OmeU –"Aurel schläft am Tag,
nachts dreht er seine einsamen Runden als Wachmann in einem Bukarester
Einkaufszentrum. Als seine geliebte Frau Irina für einen Job vorübergehend nach Kairo
geht, macht er weiter wie immer. Sie kehrt zurück, verändert, verschwindet wieder...
Man ahnt, dass etwas Böses geschehen ist, und tatsächlich ist Aurel bald in ein
mysteriöses Verbrechen verwickelt." |
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| Di. 14.10.2009 - KURZFILM - 18.30 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
O ZI BUNA DE PLAJA (Ein guter Tag zum Schwimmen) –Rumänien 2008 –R: Bogdan
Mustata –B: Catalin Mitulescu –D: Florin Sinescu, Okan Kaya, George Hoffman,
Cerasela Iosifescu –10 min, OmeU –"(...) drei junge Straftäter brechen aus dem
Gefängnis aus. Der Strand lockt. Die Gewalt ist dem Spiel gleichgestellt. Die Hochzeit
wird mit gebundenen Händen zelebriert." (Maike Mia Höhne) Auszeichnung: Goldener Bär,
Berlin 2008. Kurzfilm
INTILNIRI INCRUCISATE (Gekreuzte Wege) –Rumänien 2008 –R+B: Anca Damian –D:
Mimi Branescu, Oxana Moravec, Matti Ristinen, Andi Vasluianu, Diana Cavalioti –97
min, OmeU. Drei Episoden –scheinbar zufällige Begegnungen. Die Erzählung stellt die
Beziehungsgeflechte mit ungewöhnlichen Perspektiven "überkreuz" und miteinander
verwoben dar. Eine Radiomoderatorin besucht im Gefängnis eine Frau, die ihre
Doppelgängerin sein könnte. Die Gefängnisdirektorin trifft sich mit einem ehemaligen
Liebhaber. Im Hotelzimmer finden sie ein verwirrt erscheinendes junges Mädchen vor. |
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DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2008
IM KULTURZENTRUM
GASTEIG
Rosenheimerstr. 5 / 81667 München
Karten: München Ticket, Tel. 54818181
oder im Gasteig an der Abendkasse |
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| Fr. 10.10.2008 - Black Box - 20.00 Uhr |
Eintritt 18,- / 15,- Euro |
UN PENSIONAR
FATAL - "Ein fataler Rentner", nach dem Stück "Retro" von Alexandru Galin;
Theaterstück in rumänischer Sprache.
Nottara Theater Bukarest. Regie Tudor Tepeneag; Darsteller: Virgil Ogasanu, Andrea
Macelaru Sofron, Cristian Sofron, Ruxandra Sireteanu, Anca Bejenariu, Anda Caropol.
Eine fulminante Komödie, um das Älterwerden in einer Gesellschaft, in der
man immer fit und hip sein muss, in der man die Langsamkeit und Gebrechlichkeit des
Alters ignoriert und in der man als Rentner öfters aneckt.
Dauer: 2 Std, 1 Pause
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| So. 12.10.2008 - Vortragssaal der Bibliothek - 17.00 Uhr |
Eintritt 7,- / 5,- Euro |
EXILRUMÄNEN
- Vortrag und Dokumentarfilme in rumänischer Sprache.
Eröffnung Teodor Christen, Vortrag des Präsidenten INMER Dinu Zamfirescu
über das Nationale Institut zum Andenken an Rumäniens Exilanten.
Dokumentarfilme in rumänischer Sprache: "Rumäniens
Schätze in Moskau", "Mircea Carp bei INMER" und "Die Diamantenhochzeit des
Königs Mihai und der Königin Ana": Regie Marilena Rotaru
Dauer ca. 3 Std., 1 Pause |
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| Sa. 25.10.2008 - Black Box - 20.00 Uhr |
Eintritt 15,- / 12.- Euro |
"FEUERGESICHT"
von Marius von Mayenburg, Theaterstück in deutscher Sprache;
Deutsches Staatstheater Temesvar Rumänien. Regie Radu Alexander Nica,
Darsteller: Ioana Jacob, Alexandru Mihaescu, Georg Peetz, Isolde Cobet, Radu Miodrag
Vulpe. Der Alltag einer vierköpfigen Familie: Die Eltern führen eine
bereits lieblose Beziehung, der pubertäre Sohn Kurt liest Philosophie und legt
die ganze Nachbarschaft in Schutt und Asche. Olga, seine ältere Schwester, zu
der er ein inzestuöses Verhältnis aufgebaut hat, will mit Hilfe ihres
Freundes Paul aus der Enge ihrer Jugend fliehen.
Die Stücke Marius von Mayenburgs, eines der meistgespielten deutschen Jungdramatiker
der letzten Jahre, beschreiben eine Welt, in der keine Hoffnung besteht. Sie lassen
Randfiguren zur Sprache kommen, die sich durch Abgrenzung, Subversion und Provokation
in einem Kriegszustand mit sich selbst und ihrer subjektiven Umgebung befinden.
Dauer 1Std. 20 min ohne Pause
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DER SPIELLEITER
HAT DAS WORT
"Der Generationskonflikt und die Familie sind die beiden Themen im Vordergrund des
Stückes Feuergesicht. Gleichzeitig handelt es sich um eine Liebesgeschichte. Und
gerade in dieser grenzenlosen Liebe finden Inzest, Elternmord und Freitod ihren
Ursprung. In dieser Inszenierung sollen die Gründe erschlossen werden, welche die
Gestalten gerade in dieser Weise agieren lassen. Eine gewisse Großzügigkeit wird
ihnen beigemessen, ohne ins Groteske zu gelangen oder moralisierend zu wirken. Die
Unschuld der Liebe und das leidenschaftliche Aus-Leben dieses Gefühls lassen uns
schließen: die Gestalten haben keine Schuld. Andererseits führt die
Kommunikationslosigkeit zu versörten Beziehungen zwischen den Partnern, oder zwischen
Eltern und Kindern. Es ist ein feiner Mechanismus, von unergründlichen Motiven
bewirkt. Die Liebe ist der paradoxe Ursprung des Bösen, die übergroße Liebe führt zur
Zerstörung, Verdammnis und Kommunikationslosigkeit. Darin besteht, ähnlich wie in
Oliver Stone's Natural Born Killers, die subversive Botschaft dieser Inszenierung.
Die Liebe ist nicht mehr erkennbar, sobald sie zur Routine geworden ist. Sie wird
entweder egozentrisch oder zu tolerant, wie dies in der Beziehung Eltern-Kinder der
Fall wird. Grundmotiv des Stückes ist die Entwicklung der Liebe zwischen Kurt und
Olga. Die beiden Ebenen - Feuer und Liebe - fließen ineinander, bevor sie sich
unwiderruflich trennen. Feuergesicht ist eine Inszenierung über den Tod. Über jenen
Tod, der allein durch die Liebe gerechtfertigt wird." Radu Alexandru Nica
AUS DER PRESSE
"Wer geglaubt hat, dass das Deutsche Staatstheater Temeswar mit seinem Repertoire vor
allem darum bemüht sei, die schwindenden Bande der noch in Rumänien verbliebenen
deutschen Minderheit zu den bislang sorgsam gepflegten kulturellen Wurzeln durch
einen verklärenden Blick zu stärken, sah sich beim Gastspiel mit dieser Produktion im
deutschen Partnertheater Bruchsal eines Besseren belehrt. Mit dem nüchternen Blick
eines Analytikers hat Regisseur Radu Alexandru Nica dieses Stück inszeniert. [...]
Die Inszenierung setzt auf das gestische und pantomimische Potenzial der
Schauspieler, und sie ist bei aller Härte des Stoffes überraschend komödiantisch. Sie
schöpft ihre Kraft aus einer Vielzahl überrachender theatralischer Einfälle. [...]
Ein starkes Gastspiel der Temeswar-Truppe in Bruchsal - und damit alles andere als
ein freundlich-unverbindlicher Theaterabend." (aus: Familienb(r)ande, von Knut
Lennartz, in: Die Deutsche Bühne, Heft September 2006)
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FILMMUSEUM IM
MÜNCHENER STADTMUSEUM
St. Jakobs-Platz 1 / 80331 München
Karten: Filmmuseum / Tel. 233 24150 /
Fax: 233 23931 |
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| Mittwoch 29.10.2008 - 18.30 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
| OCCIDENT (DER
WESTEN) - Rumänien 2002 - R+B: Cristian Mungiu - K: Vivi Dragan Vasile - M:
Petru Margineanu, Ioan Gyuri Pascu - D: Alexandru Papadopol, Anca-Ioana Androne,
Tania Popa, Samuel Tastet, Dorel Visan - 105 min, OmeU - Das Leben im
postkommunistischen Rumänien scheint nicht viel zu bieten. Alle wollen in den
Westen. Der Film verknüpft verschiedene Einzelschicksale miteinander, deren
Protagonisten eines eint: die Fetischisierung des "Westens", die das Handeln in der
Gegenwart lähmt durch die Spekulationen über die Chancen in der Zukunft.
Eine bitter-absurde Komödie. |
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| Freitag 31.10.2008 - 18.30 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
| PROBA DE
MICROFON (MIKROPHONPROBE) - Rumänien 1980 - R+B: Mircea Daneliuc - K: Ion
Marinescu - M: Maja Stepanenco - D: Mircea Daneliuc, Tora Vasilescu, Gina Patrichi,
Geta Grapa, Gheorghe Negoescu - 108 min, OmeU - Ein Fernsehteam will eine junge Frau
interviewen. Ihre abwehrende Reaktion ist so extrem, dass der Kameramann Nelu die
Gründe für ihren emotionalen Ausbruch herausfinden will. Nelu beginnt seine
eigene Arbeit und die Rolle der Medien als konstituierendes Element der Macht und der
Politik zu hinterfragen - in einer Kombination von fiktionalen Szenen und cinéma
vérité Sequenzen. |
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| Freitag 31.10.2008 - 21.00 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
| CUM MI-AM
PETRECUT SFÂRŞITUL LUMII (WIE ICH DAS ENDE DER WELT ERLEBTE) -
Rumänien 2006 - R: Catalin Mitulescu - B: Andreea Valean, Catalin Mitulescu - K:
Marius Panduru - M: Alexandre Balanescu - D: Dorotheea Petre, Timotei Duma, Mircea
Diaconu, Carmen Ungureanu, Jean Constantin, Cristian Vararu - 106 min, OmU -
"Rumänien im Jahr 1989. Das System schwindet aus dem Land wie ein alter Kranker,
der endlich stirbt. Man muss lieben können, um jetzt die Verheißung der neuen
Zeit zu spüren." (C. Mitulescu) "Eine Tragikomödie mit absurden und
sublimen Anklängen, die auf Mitulescus eigene Erinnerungen zurückgeht." (H.
Gerdes). |
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| Samstag 01.11.2008 - 18.30 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
| DUMINICĂ LA
ORA 6 (SONNTAG UM 6 UHR) - Rumänien 1965 - R: Lucian Pintilie - B: Ion Mihaileanu -
K: Sergiu Huzum - M: Radu Caplescu - D: Dan Nutu, Irina Petrescu, Graziela Albini,
Eugenia Bosânceanu, Constantin Cojocaru - 102 min, OmeU - 1940 in Bukarest. Die
Liebesgeschichte zwischen Radu und Anca, Die beiden verlieben sich ineinander, ohne
zu wissen, dass der andere ebenfalls im marxistischen Untergrund gegen den Faschismus
kämpft. Lucian Pintilie übernahm für seinen Erstling einen typischen Genre-Stoff für
das Rumänien der 60er Jahre. Der Film konzentriert sich jedoch vor allem auf die
Gedanken und Empfindungen seiner Helden. |
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| Samstag 01.11.2008 - 21.00 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
| HÂRTIA VA FI
ALBASTRĂ (DAS PAPIER WIRD BLAU SEIN) - Rumänien 2006 - R: Radu Muntean - B:
Razvan Radulescu, Alexandru Baciu, Radu Muntean - K: Tudor Lucaciu - D: Paul Ipate,
Adrian Carauleanu, Dragos Bucur, Tudor Aron Istodor, Alexandru Potocean - 95 min,
OmeU - In der Nacht vom 22. Dezember 1989. Der Diktator ist mit dem Helikopter aus
Bukarest geflohen. In der Hauptstadt herrscht Chaos. "Der Film versucht die Emotionen
dieser Tage aus der Sicht der einfachen Menschen, Beteiligte wie Unbeteiligte, zu ,
zu rekonstruieren. Der Film ist, wie die Revolution, eine Tragikomödie." (Radu
Muntean) |
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| Sonntag 02.11 2008 - 18.00 Uhr |
Eintritt 5,- Euro |
| PĂDUREA
SPÎNZURAŢILOR (DER WALD DER GEHENKTEN) - Rumänien 1964 - R: Liviu Ciulei - B:
Titus Popovici, nach dem Roman von Liviu Rebreanu - K: Ovidiu Gologan - M: Theodor
Grigoriu - D: Victor Rebengiuc, Anna Széles, Stefan Cuibotarasu, György Kovács, Gina
Patrichi, Liviu Ciulei - 158 min, OmeU - Der rumänische Artillerieoffizier Bologa
erhält im Ersten Weltkrieg als Mitglied der habsburgischen Armee den Befehl,
aufmüpfige Zivilisten aus dem Gebiet von Transsilvanien hinzurichten. Er gerät in
einen Gewissenskonflikt zwischen nationaler Zugehörigkeit und militärischer Pflicht
und Loyalität. Der "stärkste rumänische Film aller Zeiten" (Andrei Gorzo), der in
Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet wurde, markiert den Anfang des modernen
rumänischen Kinos. |
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| Sonntag 02.11 2008 - 21.00 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
| A FOST SAU N-A
FOST? (WAR ES ODER WAR ES NICHT? / 12:08 ÖSTLICH VON BUKAREST) - Rumänien 2006 - R+B:
Corneliu Porumboiu - K: Marius Panduru - M: Rotaria - D: Mircea Andreescu, Teodor
Corban, Ion Sapdaru, Mirela Cioaba, Luminita Gheorghiu - 89 min, OmeU - 22. Dezember
1989: Der Zusammenbruch des Ceausescu-Regimes. Manescu ist Geschichtsprofessor,
Piscoci ist Pensionär, Jderescu ein Journalist, der sie zu einer Fernsehdiskussion am
16. Jahrestag einlädt, um herauszufinden, ob die Einwohner von Vaslui direkt am Sturz
des Regimes beteiligt waren. Goldene Kamera für den besten Erstlingsfilm in Cannes
2006. |
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| Dienstag 04.11 2008 - 18.30 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
| O LACRIMĂ
DE FATĂ (DIE TRÄNE EINES MÄDCHENS) - Rumänien 1981 - R+K: Iosif Demian - B:
Petre Salcudeanu, nach seinem Roman - D: Dorel Visan, Lujza Orosz, George Negoescu,
Mihai Oroveanu, Anton Aftenie - 83 min, OmeU - Ein komplex verschachtelter "Film im
Film". Der Tod eines jungen Mädchens wird untersucht, die Polizei arbeitet auch mit
einer 16mm-Kamera, um den Ort des vermutlichen Verbrechens und die Verhöre zu
dokumentieren. Die 16mm-Kadrierung ist komplett im größeren 35mm-Format sichtbar.
Dieser andere Film - der von Kameramann und Regisseur Iosif Demian - ist zunächst
eine getreue Identifikation mit dem Film der polizeilichen Untersuchung. Aber
allmählich trennen sich die beiden Formate und werden eigenständig. Das 16mm-Material
verfolgt weiterhin unbeirrt die Spuren des Verbrechens. Der 35mm-Film wird immer mehr
zum Portrait der Gemeinschaft, die das Verbrechen hervorgebracht hat. Der Film - eine
provokative Mischung von Ethnographie und Mordgeschichte. |
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| Mittwoch 05.11 2008 - 18.30 Uhr |
Eintritt 4,- Euro |
| SECVENŢE
(SEQUENZEN) - Rumänien 1982 - R+B: Alexandru Tatos - K: Florin Mihailescu - D:
Alexandru Tatos, Geo Barton, Mircea Diaconu, Luminita Gheorghiu, Florin Mihailescu,
Ion Vilcu - 98 min, OmeU - Drei düstere, satirische Beobachtungen bei den
Dreharbeiten eines Filmes, der DAS GLÜCK heißen soll. Die Beziehungen und Probleme
der Team-Mitglieder sind kontrapunktisch mit der Erzählung des Films im Film
verknüpft. Gespickt mit provokativen politischen Metaphern, ist der Film eine
beeindruckende Meditation über die Rolle der Kunst in einer streng kontrollierten
Gesellschaft. "Manchmal bleiben wir an den Äußerlichkeiten hängen und ignorieren die
Wahrheit der unbequemen Wirklichkeit dahinter, obwohl uns bewusst ist, dass diese
Äußerlichkeiten nur relativ sind. Das ist der eigentliche Kern des Films" (Alexandru
Tatos) |
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THEATER IN MÜNCHEN, "NEMURITORUL" 2008
O piesă de Gheorghe Săsărman în turneu cu Teatrul Nottara
La:
Gasteig, Black Box / 26.ianuarie 2008 / orele 20.00
(fara pauză)
Actori: Ştefan Radof (Uomo), pe ecran: Felix Kuhn (Lucifer), Daniela D.König
(Angela)
Muzica: Anne Nikitin / Regia: Brigitte Drodtloff
Teatrul C. I. Nottara din București prezintă în turneu, sub titlul
"Nemuritorul", piesa "Deus ex machina" a scriitorului Gheorghe Săsărman.
Spectacolul, în regia Brigittei Drodtloff și avându-l ca protagonist pe
Ştefan Radof, reia motivul pactului faustic din perspectiva
contemporaneității, aducând pe scenă frământările
omului confruntat cu abisurile neființei. Viața și moartea, binele
și răul, bogăția și puterea, sensul existenței și al
credinței, întrebări simple dar fără răspuns, pe care
fiecare dintre noi adică
jedermann
- și le pune, tot mai tulburat pe măsura înaintării în
vârstă, toate acestea capătă contururi neliniștitoare prin
schimbul de replici, dramatic dar nu lipsit de umor, dintre personajele piesei.
Regizoarea a recurs la o soluție tehnică ingenioasă: apar ițiile
supranaturale (Lucifer, Angela, Deus), filmate, sunt proiectate pe un ecran, pe
când Uomo, omul în carne și oase, evoluează pe scenă și
dialoghează cu imaginile din film. Performanța actoricească
extraordinară a maestrului Ştefan Radof atinge momente cutremurătoare,
conferind deplină veridicitate acestui dialog cu făpturi ce par să
existe doar în propria lui imaginație. (Gh.Săsărmann - noiembrie
2007)
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2007
THEATER IN MÜNCHEN, "UN BARBAT SI MAI MULTE FEMEI"
www.claudiubleont.ro
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2006
1. FOTOAUSSTELLUNG
"Das rumänische Dorf zwischen den zwei Weltkriegen"
25.09.2006-20.10.2006
Vernissage 28.09. um 16.00h
ARTEXPO - H.M.Oroveanu - Bukarest und und Keramik von N.Moldovan
und "Das oberbayerische Dorf in der Zeit von 1918-1939"
Saal: TREPPENHAUS - REGIERUNG
VON OBERBAYERN
Maximilianstrasse 39, 80538 München
Eine fotografische Parallele zwischen Dörfern zweier
europäischer Länder,
in der schweren Zeit von 1918-1939. Um die europäische Zukunft zu verstehen,
muss man öfter in die Vergangenheit schauen.
Kurator: Carmen Pompey
Eintritt frei
2.
RUMÄNISCHES FILMWOCHENENDE
im FILMMUSEUM, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München
Donnerstag, 28.09. um 19.00h
MOARTEA DOMNULUI LAZARESCU (DER TOD DES HERRN LAZARESCU)
Regie : Cristi Puiu ; Buch : Cristi Puiu und Razvan
Radulescu ;
Darsteller: Ion Fiscuteanu, Luminita Gheorghiu, Doru Ana, Minica Barladeanu, Mimi
Branescu;
Rumänien 2005 - 154 min.- OmeU
Ein Erfolgsfilm bei den Festivals von Cannes bis Toronto und
New York.
"Die epische Erzählung von der nächtlichen Odyssee eines sterbenden alten
Mannes,
der in zunehmende Demenz verfällt, während überforderte Mediziner meist
an
ihm vorbei agieren, besitzt eine Offenheit, Präzision und Vielschichtigkeit, die
ihresgleichen suchen"
(Christoph Huber).
Trotz des traurigen Titels ist der Film eine der lebensbejahendsten Geschichten, die
man sich vorstellen kann.
Freitag, 29.09. um 18.30h
UN CARTUS DE KENT SI UN PACHET DE CAFEA (ZIGARETTEN UND KAFFEE)
Regie und Buch: Cristi Puiu; Darsteller: Victor Rebengiuc,
Mimi Branescu, Rumänien 2003 - 13 min.- OmeU
Ein doppeldeutiges Gespräch zwischen einem älteren
Herrn und einem jungen Mann.
MARFA SI BANII (KOKS UND KOHLE)
Regie: Christi Puiu; B: Christi Puiu und Razvan Radulescu;
D: Alexandru Papadopol, Dragos Bucur, Iona Flora,
Luminita Gheorghiu, Doru Ana - Rumänien 2001 - 91 min.- OmeU
Ein Roadmovie. Ovidiu will ein eigenes Geschäft
eröffnen. Da er Startkapital braucht, lässt er sich mit dunklen
Typen ein, die ihm einen Deal aufzwingen: Er soll eine Tasche von Constanta nach
Bukarest bringen.
Ovidiu beachtet die Regeln nicht und hat im Nu die Gangster am Hals.
Samstag, 30.09. um 18.30h
TERTIUM NON DATUR (EIN DRITTES GIBT ES NICHT)
Buch und Regie: Lucian Pintilie, nach der Novelle "Der
Kopf des Auerochsen" von Vasile Voiculescu
Darsteller:Victor Rebengiuc, Sorin Leoveanu, Tudor Istodor
Rumänien / Frankreich 2006 - 39 min.- OmeU
In der ukrainischen Steppe gegen Ende des Zweiten
Weltkrieges. "Eine komische Parabel über die Integration
komplexbeladener Habenichtse in jene Fiktion, die einstweilen Europa genannt wird"
(Lucian Pintilie)
VISUL LUI LIVIU (LIVIUS TRAUM)
Regie und Buch: Corneliu Porumboiu; D: Dragos Bucur, Luiza
Cocora, Constantin Disa
Rumänien 2004 - 39 min.- OmeU
1966 erliess Ceausescu ein Dekret, das Abtreibungen verbot.
Viele ungückliche Ehen mit unerwünschten Kindern
waren die Folgen. Liviu, 25, ist eines dieser Kinder. Und die Vergangenheit holt ihn
ein.
Sonntag, 01.10. um 18.30h
FATA IN FATA (VON ANGESICHT ZU ANGESICHT)
Regie und Buch: Marius Barna; D: Maia Morgenstern, Serban
Ionescu, Serban Pavlu, Mircea Diaconu, Ion Fiscuteanu
Rumänien 1999, 86 min, OmeU
Eine Frau des öffentlichen Lebens erfährt aus den
Medien, dass ihr Mann sie an die Securitate verraten hat.
Das Ehepaar versucht gemeinsam, dieses Problem zu bewältigen. Eine beissende
Satire über private Beziehungen,
die in Konflikt geraten mit den politischen und gesellschaftlichen Zwängen, denen
man sich nicht entziehen kann.
3. AUSSTELLUNG
UND BUCHPRÄSENTATION:
"BANAT, eine kulturgeschichtliche Perspektive"
01.10.-10.10.2006 / Vernissage und Lesung am 02.10. um
18.00h
Mitorganisator: Landsmannschaft der Banater Schwaben
"Türen, Tore und Portale einer mitteleuropäischen Stadt"
Es werden Fotos von Walther Konschitzky ausgestellt.
"Die das Glück suchen"
Familiengeschichte über drei Generationen aus dem
Banat, von Edda Dora Fantanar;
Buchvorstellung im GASTEIG /FOYER vor Kleinem Konzertsaal
und Carl-Orff-Saal
Rosenheimerstr. 5, 81667 München
Das Motto: Banat ein Bespiel des ethnischen Zusammenlebens mitten in Europa.
Kurator: Bernhard Krastl - Bundevorsitzender der
Landsmannschaft der Banater Schwaben
Lesung: Walther Konschitzky aus seinem Buch "Temeswarer Tore"
Der Künstler Walther Konschitzky zeigt eine Reihe von Fotografien aus Temeswar.
Lesung: Edda Dora Fantanar aus ihrem Buch "Die das Glück suchen"
Mutter und Tochter suchen ihr Glück und haben es dabei nicht immer leicht. Eine
Familiengeschichte über drei
Generationen lässt die Donaumonarchie und ihre Menschen wieder lebendig werden.
4. FESTAKT UND EMPFANG
Donnerstag, 05.10.2006 - 17.00h
RESIDENZ -
Max-Josef-Saal
Organisator: Bayerische Staatskanzlei

5.
ERÖFFNUNGSKONZERT
Benefizkonzert
"Symphonieorchester der Ärzte aus Bukarest"
Donnerstag, 05.10.2006 - 20.00 h
GASTEIG - CARL-ORFF-SAAL Rosenheimerstr. 5, 81667 München
Mitorganisator: Münchener Musikseminar
Benefizkonzert für die Stiftung "Für gesunde
Kinder" ("Fundatia pentru copiii sanatosi") in Bukarest
Das Motto der Stiftung, deren Vorsitzende Frau Ioana Popescu-Tariceanu ist, heisst:
"Die Kinder zählen auf uns". http//www.fundatiacopiisanatosi.ro
Das Repertoire:
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr.40 , Violinkonzert
Nr.5, die Ouvertüre zu "Figaros Hochzeit"
Dirigent: Josif Ion Pruner / Solist: Leonard Furda
6. THEATERABEND in rumänischer Sprache
Nottara Theater - Bukarest / Theaterdirektor Mircea Diaconu
"Titanic Vals" von Tudor Musatescu.
Freitag, 06.10.2006 - 20.00 h
mit Stefan Radof, Camelia Zorlescu, Ruxandra Sireteanu,
Crenguta Hariton, Andrea Macelaru,
Cristian Sofron, Sorin Cocis, George Alexandru, Claudiu Romila, Ion Siminie, Anda
Caropol,
Gabriela Crisu, George Buznea; Regie Dinu Cernescu
Eines der berühmtesten Theaterstücke des bekannten
Schriftstellers Tudor Musatescu
ist eine tragische Komödie über das Schicksal einer Familie Anfang des
20.Jahrhunderts.
GASTEIG - BLACK BOX
7. PODIUMSDISKUSSION in Deutscher Sprache
"Interkulturalität in Siebenbürgen" :
Rumänisch-Ungarisch-Deutsche Kulturbeziehungen zwischen Siebenbürgen und
Bayern
Sonntag, 08.10.2006 - 11.00 h
Mitorganisator: Institut für Deutsche Kultur und
Geschichte Südeuropas
Siebenbürgen hat über Jahrhunderte das
Zusammenleben zwischen Rumänen, Ungarn
und Deutschen gepflegt und gehegt. Der deutsche Anteil hat sich nach dem Zweiten
Weltkrieg
auf ein Mindestmass reduziert, trotzdem bestimmt er noch die Kultur und die Wirtschaft
in Siebenbürgen.
GASTEIG - VORTRAGSSAAL DER BIBLIOTHEK
Rosenheimerstr. 5, 81667 München
Teilnehmer: Dr. Stefan Sienerth, Prof.Dr.Ioan Aurel Pop, Dr.Konrad Gündisch,
Dr.Zsolt K.Lengyel, Prof.Dr.Harald Heppner
8. KINDERKONZERT
AM SONNTAG
"Rumänische Kinder singen und tanzen für deutsche
Kinder"
Sonntag, 08.10.2006 - 16.00 h
Mitorganisator: Münchener Musikseminar
Eine traditionelle Veranstaltung, die jedes Jahr von einem
begeistertem Publikum bewundert wird.
GASTEIG - KLEINER KONZERTSAAL
9.
RUMÄNISCHER FOLKLOREABEND
mit jungen Künstlern aus Rimnicu Vilcea
Sonntag, 08.10.2006 - 20.00 h
Mitorganisator: Münchener Musikseminar
Die Folklore Gruppe aus Rimnicu Vilcea ist bekannt und auch
im Ausland beliebt.
GASTEIG - BLACK BOX


10. BALLADEN-ABEND MIT TUDOR GHEORGHE
Auf der Suche nach der verlorenen Sehnsucht.
Donnerstag, 12.10.2006 - 19.00 h
Mitveranstalter: Apozitia e.V. München
Der bekannte Folk-Sänger Tudor Gheorghe, ein Vermittler
zwischen Dichtung und Gesang,
interpretiert rumänische Lyrik von gestern und heute.
GASTEIG - BLACK BOX
Rosenheimerstr. 5, 81667 München
11. BUCHPRÄSENTATION UND LESUNG
"Die Wiederkehr der Wölfe" von Dr.h.c. Hans Bergel
Freitag, 13.10.2006 - 18.00 h
Mitorganisator: Landsmannschaft Siebenbürger Sachsen,
GENERALKONSULAT von Rumänien
Richard-Strauss-Strasse 149, 81679 München
12. PODIUMSDISKUSSION in rumänischer Sprache
"Rumänische
Kultur der Gegenwart und Perspektiven in der Europäischen Union"
Samstag, 14.10.2006 - 11.00 h
Mitorganisator: Kulturinstitut Bukarest
Im Angesicht des Beitritts Rumänien zur EU ist die
Kultur der Gegenwart
eines der wesentlichen Bestandteile der Völkerverständigung.
GASTEIG - VORTRAGSSAAL DER BIBLIOTHEK
Teilnehmer: Horia-Roman Patapievici (Moderator), Andrei Cornea, Smaranda Vultur,
Ruxandra Cezereanu, Catalin Avramescu.
13. THEATERABEND
in rumänischer Sprache
Rumänischer
Rundfunk Bukarest: " Kaviar, Wodka, und Bye, bye" von George
Astalos
Sonntag, 15.10.2006 - 20.00 h
mit Tamara Buciucianu-Botez, Stela Popescu, Alexandru
Arsinel und Eugen Cristea
Regie. Dan Puican
Motto: Wer im Exil lebt, verliert alles, ausser seinem
Akzent. Es ist die komische Geschichte
eines weissrussischen Paares, das nach der Revolution 1918 sich in Paris absetzt.
Das Stück parodiert den Zustand der Exilanten, die immer noch in einer naiven,
absurden
und melodramatischen Verklärung der Vergangenheit leben. Die Komödie,
in einer - teilweise neuen Technik des Hörspiels inszeniert - war ein grosser
Erfolg
in Montreal, New York, Tel Aviv, Wien, Sydney und Paris.
GASTEIG - BLACK BOX
14.
PODIUMSDISKUSSION in rumänischer Sprache
"RUMÄNIENS
PATRIMONIUM" (Patrimoniu moral si simbolic al Romanilor)
Donnerstag, 19.10.2006 - 18.00 h
GENERALKONSULAT von Rumänien
Richard-Strauss-Strasse 149, 81679 München
Mitveranstalter: Apozitia e.V.München 19.10.2006 - 18.00 h
Teilnehmer: Moderator Prof.Univ.Dr.Mircea Martin (Moderator), Ruxandra Cesereanu,
Emil Hurezeanu, Dr.Gelu Ionescu.
Die Podiumsdiskussion wird gemeinsam mit der Zeitschrift 'Cuvantul' organisiert.
Gesellschaft zur Förderung der Rumänischen Kultur und Tradition e.V. in
München
GRUSSWORT VON DR.THOMAS GOPPEL
BAYERISCHER STAATSMINISTER FÜR WISSENSCHAFT,
FORSCHUNG UND KULTUR
"Wir freuen uns ausserordentlich, dass Rumänien mit seiner vielfältigen und
reichen Kultur
wieder einmal zu Gast bei uns in Bayern ist.
Die kulturelle Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern hat bereits eine lange
Tradition.
Die Rumänischen Kulturtage in Bayern tragen wesentlich dazu bei,
den Dialog unserer Kulturen noch weiter zu vertiefen:
Mit Kunstausstellungen, Theaterabenden, Konzerten, Podiumsdiskussionen,
Filmpräsentationen
und einem Fotoabend stellt sich auch in diesem Jahr unser Partnerland in all seiner
Vielfalt vor.
Sehr gerne habe ich zusammen mit meinem rumänischen Amtskollegen die
Schirmherrschaft
über dieses Fest übernommen.
Allen, die mitgeholfen haben, diese Kulturtage auf die Beine zu stellen,
möchte ich für ihr Engagement herzlich danken.
Den Veranstaltungen wünsche ich gutes Gelingen und viel Erfolg.
München, im Juni 2006
GRUSSWORT VON PROF.DR. ADRIAN IORGULESCU
RUMÄNISCHER MINISTER FÜR KULTUR
"Mit grosser Freude und Befriedigung habe ich Ihre Zustimmung begrüsst,
an der Organisation und an dem Ablauf der Rumänischen Kulturtage mitzuwirken und
die
Schirmherrschaft dieser Veranstaltung mitzuübernehmen, die in München,
der schönen Landeshauptstadt Bayerns stattfinden werden.
Wir sind überzeugt, dass die zu diesem Anlass stattfindenden Veranstaltungen
eine noch bessere Vermittlung und das Kennenlernen bedeutungsvoller Segmente der
rumänischen Kulturwerte ermöglichen und, wie wir bereits unterstrichen haben,
zu einer Fortsetzung und Vertiefung des traditionellen Kulturdialogs
zwischen den beiden Seiten beitragen werden.
Dies umso mehr, als auch die deutschstämmige Bevölkerung, die Seite an Seite
mit unserem Volk,
seit mehr als acht Jahrhunderten auf dem Territorium Rumäniens ansässig war
und ist, nach wie vor,
in bedeutendem Masse zur Bewahrung und Fortführung eines ständigen und
konstruktiven Dialogs
zwischen den beiden europäischen Kulturen beigetragen hat und weiterhin beitragen
wird.
Wir sind überzeugt, dass gemeinsame Kulturvorhaben dieser Art eine
Athmosphäre
des guten Einvernehmens und die Zusammenarbeit unserer Völker gewährleistet,
da sie gleichzeitig eine authentische Grundlage für die Vorbereitung der
Eingliederung Rumäniens
in ein geeintes Europa der Zukunft darstellen.
Im Namen der Regierung von Rumänien und des Kulturministeriums möchte ich
alljenen,
die an der Verwirklichung und Organisierung dieser bedeutsamen Veranstaltungen
beteiligt sind,
viel Erfolg wünschen.
Bukarest, Juli 2006
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2005
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 2004

Buchausstellung 2004
"...Schon wieder eine Buchausstellung! Was konnte so eine Buchausstellung in der
Verlagsstadt München bringen, wo sowieso ein Paar mal im Jahr Buchausstellungen
stattfinden?...". So eine Frage konnte sich vermutlich ein Passant beim Anblick
der Plakate, die diese Ausstellung ankündigen stellen. Und doch, im Rahmen der
Rumänischen Kulturtage das Thema der Buchausstellung "Literatur aus
Rumänien" stellt den Besucher vor einer Herausforderung, nämlich einen
kulturellen Raum kennen zu lernen und eine bis vor kurzem un-bekannte Welt des
literarischen und wisseschaftlichen Schaffens zu erforschen, ebenso wie die Verbindung
zwischen dieser Welt und dem deutschsprachigen Raum zu erfahren. Der eiserne Vorhang
hat in Europa zwei getrennte Welten künstlich kreiert. Diese Welten versuchen
heute, nach einen halben Jahrhundert, sich wieder gegenseitig zu kennen und zu
erkennen. Die getrennten Wege nahen sich wieder und beweisen damit, dass Zwang und
Intoleranz nie eine Bremse fur den Geist gewesen war. Diese Buchausstellung versucht
zwischen den zwei Welten im Osten und Westen eine Brücke zu schlagen, versucht dem
deutschen Publikum eine Annäherung des kulturellen Raums Rumäniens zu
ermöglichen, Fragen des deutschen Lesers zu beantworten - bezüglich den
Autoren, die leider zu wenig im deutschsprachigen Raum übersetzt und
veröffentlicht wurden, oder Autoren, die aus diesem kulturellen Raum stammen und
in Deutschland bekannt wurden, über ihren Büchern vorzustellen. Unser
Anliegen gründet auch in der Aufgabe der Präsentation der Darstellung jenes
Beziehungsgeflechts, das ein so heterogener Kulturraum, wie der
Südosteuropäische hervorbrachte und hervorbringt, zu zeigen. Darum findet der
Besucher auch die Moglichkeit, die Atmosphäre diesen kulturellen, verworrenen
Raums durch eine Fotoausstellung besser zu kennen, wie durch die Prasenz in Lesungen
nicht nur von rumänischen aber auch von deutschen Autoren aus Rumänien
anzunähern.
Virgil Petala
Veranstalter :Haus des Deutschen Ostens, München
Kulturkreis Apozitia e.V. München
Mitveranstalter: Landeshauptstadt München, Kulturreferat
Kulturministerium, Bukarest
Generalkonsulat von Rumänien in München
Kurator: Virgil Petala
Grafik und Gestaltung: Maria Lie-Steiner
Foto: Ronny Müller 2004
Der Glaube hat überlebt, 2004
Die religiösen Themen werden als eine relativ neue - wenn auch fällige
Erscheinung in das Repertoire der rumänischen Künstler eingestuft. Obwohl
jeder, der sich dem mehr oder weniger sakralen Süjées widmete, sein eigenem
Stil treu blieb, stellt man ernüchtert fest, dass es bei keiner Maler, Graphiker
oder Bildhauer, eine direkte Verbindungslinie zu der traditionsreiche Ikonenmalerei des
Landes ausgemacht werden kann. Es war, und ist, vielmehr eine Art Entfesselung von der
Interdiktionen des ehemaligen kommunistischen Regime und es darf als eine geistige
"Befreiung" interpretiert werden. Die hier ausgestellten Werke gehören
grössstenteils rumänischen "Exil-Künstler", sprich -
diejenigen, die Rumänien vor der Revolution von 1989 verlassen haben. Die werden
allerdings nicht durch den gleichen spirituellen "Hunger", wie ihrer, in das
Heimatland lebenden Kollegen, animiert, sondern - da ihre Kreationen keinen
Zwängen unterzogen waren - eine etwas gelassenere, ja, leidenschafts-lose Haltung
den "biblischen" gegenüber, zutage bringen. Selbstverständlich,
zeichnen sich die Exponaten durch ein Vielfalt der Techniken, eine Varietät der
Stile (und der Dimensionen, bzw. Materialien) aus. Sie werden aber, naturgemäss,
durch die Thematik, unter einem gemeinsamen Nenner gebracht: hervor zu heben sind
hierzu einige auslösende Momente: die Apokalypse des Johannes (M. Chirnoaga -
Radierungen), das Kreuzigungsdrama (G. Naica-Loebell und S. Dunca, ölmalerei), die
Statik der Ikonostasse (G. Goidaci, Holz), die sakrale Dekorativität (D. Lie, Holz
), sowie die kosmische Dimension des Pantokrator (R. Maier, Mischtechnik). Es wurde
versucht durch Glaube, Pietät, Hingabe und Liebe, ein diffiziles und mindestens
2000 Jahre altes Segment unserer Existenz zu visualisieren. Die gegenwärtigen
Exponate, so hoffen die Autoren, tragen dazu bei, die besagte Visualisierung nicht nur
zu ergänzen, sondern sie zu verfeinern. Sandra Dunca Kuratorin Die Stärke
Europas liegt in seiner Vielfalt. Sprachen, Wirtschaftsräume, politische Systeme:
Kein anderer Kontinent verfügt über ein vergleichbares Potential zum
fruchtbaren Austausch von Ideen. Dabei sind kulturelle Veranstaltungen eine der
menschlichsten und einfachsten Moglichkeiten, echtes gegenseitiges Verständnis
aufzubauen und manche Missverständnisse abzubauen. Denn in der Kultur finden sich
wie in einem Prisma alle anderen Lebensbereiche gebündelt wieder und bleiben
dennoch einzeln erkennbar. Dadurch leistet kultureller Austausch einen unverzichtbaren
Beitrag zum Erfolg des grossen Friedensprojektes Europa. Ich habe deshalb gerne die
Schirmherrschaft uber die Rumänischen Kulturtage München übernommen.
Auch dieses Jahr wurden sie von zahlreichen ehrenamtlichen Organisatoren
ermöglicht, denen ich ebenso wie den Sponsoren herzlich für ihr Engagement
danke. Die Rumänischen Kulturtage München haben sich in den
bayerisch-rumänischen Beziehungen fest etabliert. Sie sind ein gutes Gegengewicht
zu den kulturellen Aktivitäten Bayerns in Rumänien, seien das die Bayerische
Kulturtage in Hermannstadt (Sibiu) im Jahr 2000 oder Besuche der Bayerischen
Theaterakademie in Rumänien im Herbst 2003. Dieses Jahr werden die
Rumänischen Kulturtage vor allem junge rumänische Künstlerinnen und
Künstler in die Landeshauptstadt bringen. Ich bin überzeugt, dass sie uns
einen spannenden Einblick in die Gegenwart und vielleicht auch die Zukunft ihres
Heimatlandes erlauben werden. Eberhard Sinner Bayerischer Staatsminister für
Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen in der Staatskanzelei Die
Rumänischen Kulturtage in München erleben ihre 10. Auflage. Dieses
wunderschöne Jubiläum ist für unsere Kultur eine neue Gelegenheit, ihren
Wert und ihre enge Zugehörigkeit zur europäischen Kultur zu veranschaulichen.
Das rumänische Volk war immer offen für kulturelle Einflüsse der
Völker, mit denen es in Berührung gekommen ist und in Rumänien hat es
schon immer Bemühungen gegeben, die Traditionen der anderen Kulturen auf seinem
Gebiet zu erhalten. Ich glaube, dass die bayerisch-rumänischen Veranstaltungen als
beredter Beweis unseres Wunsches erachtet werden können, Kulturschaffende aus
beiden Ländern einander näher zu bringen. Gleichzeitig bieten sie
Gelegenheiten für bilaterale Zusammenarbeit im kulturellen Bereich. Wir
Rumänen sind stolz darauf, unseren Beitrag zu leisten zur Vervollständigung
der europäischen Kulturwerte durch die Harmonie unserer Latinität und durch
unsere Kreativität im wissenschaftlichen und kulturellen Bereich. Es ist unser
Wunsch und unsere Pflicht, die Wesenszüge der europäischen Identität zu
stärken, falsche Hürden aus dem Weg zu räumen und an der Vollendung
eines gemeinsamen Europas mitzuwirken. Im Gleichklang zu den bayerisch-rumänischen
Beziehungen wird sich auch die künftige Zusammenarbeit im kulturellen Bereich
gestalten. Sie eröffnet neue Möglichkeiten, schon existierende schöne
Traditionen zwischen Deutschland und Rumänien weiter zu pflegen.Liebe Freunde, ich
danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie dem europäischen Schicksal der
rumänischen Kultur entgegenbringen und wünsche den Rumänischen
Kulturtagen in München viel Erfolg.
Akad. Razvan Teodorescu Minister für Kultur und Kultus
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN
MÜNCHEN 2002
DIE RUMÄNISCHEN KULTURTAGE IN MÜNCHEN 1999
 
"Rumänien, 10 Jahre danach... ein Land auf dem Weg nach Europa"
Förderkreis "Rumänische Kulturwoche" Oktober 1999, München
Schirmherrschaft: der Bayerische Ministerpräsident Dr. E. Stoiber und der
rumänische Aussenminister Dr. A. Plesu
Ehrenpräsident: bayerischer Staatsminister Hans Zehetmaier rumänischer
Kultusminister I. Caramitru
Hauptveranstalter: Rumänisch - Deutsche Gesellschaft e. V. München
Projektbeschreibung:
Ende Dezember 1999 jährt sich zum zehnten Male die politische Befreiung
Rumäniens vom Kommunismus, der bis dahin mehr als 40 Jahre im Lande geherrscht
hatte. Seit dieser grossen Wende hat das Land, das seine Kultur aus lateinischem Erbe
herleitet, grosse Anstrengungen zu einer Rückkehr in die Gemeinschaft der
europäischen Länder unternommen, von denen es durch den Eisernen Vorhang
getrennt war. Eine Rückkehr insofern, als die Bedeutung dieses Landes für
Europa sich schon im 15. und 16. Jahrhundert gezeigt hat, und Rumänien
insbesondere in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen Kontakte zu Westeuropa
herstellte, was damals auch die vielen Besucher aus dem Rest Europas in Rumänien
deutlich machten. Aber die öffnung nach Westeuropa wurde durch die sowjetische
Besetzung und ihre Vasallen, die kommunistischen Regierungen zugrundegerichtet. Die
rumänische Kultur jedoch konnte in dem freien Teil der Welt trotzdem durch
diejenigen vertreten werden, die der tragischen Isolierung eines ganzen Volkes
entkommen waren. Die Namen grosser Persönlichkeiten, die aus Rumänien
stammen, Wissenschaftler wie Ing. Henry Coanda, Dr. George Pallade, Künstler wie
Constantin Brancusi, Victor Brauner, Schriftsteller und Philosophen wie Tristan Tzara,
Eugen Ionesco, Mircea Eliade, Emil Cioran, Paul Celan, Rose Ausländer, Musiker wie
George Enescu, Sergiu Celibidache, Radu Lupu, und noch viele andere sind bekannt und
berühmt und gehören zum kulturellen Erbe des gegenwärtigen Europa. Sie
sind das Ergebnis einer kulturell-künstlerischen Blüte, die sich in
gelungener Weise aus verschiedenen ethnischen Quellen gespeist hat: den
rumänischen wie auch deutschen (sächsischen und schwäbischen),
ungarischen, jüdischen, und denen anderer Minderheiten wie z.B. Roma und Sinti.
Jahrhundertelang war das heutige Rumänien ein fruchtbarer Boden für
Zivilisationen und Kulturen auch nicht rumänischer Sprache und Herkunft. Dieses
reichhaltige kulturelle Erbe hat es verdient, auch jenseits der rumänischen
Grenzen bekannt zu werden. Allerdings gibt es noch viele Künstler von Ansehen und
Wert, die man nur innerhalb der Landesgrenzen kennt, obwohl sie der kommunistischen
Zensur die Stirn geboten und überlebt haben. Dafür ist der Erfolg
rumänischer Schriftsteller wie Mircea Dinescu, Ana Blandiana, Herta Müller
oder Oscar Pastior im heutigen Deutschland überzeugender Beweis. Aber es gibt
viele, und unter ihnen zahlreiche junge Künstler, die jetzt in Freiheit arbeiten
können und es verdienen, unterstützt und bekannt gemacht zu werden. Sie
sollen gleichfalls in München präsentiert werden. Anlässlich des zehnten
Jahrestags der Befreiung Rumäniens und seiner Annäherung an Europa
möchten wir der Münchener öffentlichkeit die Einzigartigkeit der
rumänischen Gegenwartskultur nebst der von gestern vorstellen, eine originäre
Kultur, die sich auch heute aus dem regen interethnischen Dialog speist, und in der
auch deutsche Kreativität eine bedeutende Rolle spielt. Es gibt viel zu sehen in
Rumänien und viele Stimmen von dort, denen zuzuhören sich lohnt, um so mehr,
als wir gegenwärtig einem weitverzweigten und multidisziplinären Dialog im
Zusammenhang mit der Stärkung der europäischen Einheit beiwohnen können.
Das Projekt einer "Woche der Kultur Rumäniens" anlässlich des zehnten
Jahrestages der politischen Wende in Rumänien soll im Oktober 1999 in München
stattfinden. Diese Veranstaltungsreihe hat zum Ziel, so etwas wie eine
"Schlussfolgerung" aus der kulturellen Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zu ziehen
und einen Zusammenhang aufzuweisen zwischen den politisch-gesellschaftlichen
Veränderung des Jahres 1989 und den sich daraus ergebenden Folgen für das
Jahrzehnt danach. Dieses Projekt möchte eine neue Sicht auf den rumänischen
Kulturraum für eine weitere Zukunft öffnen, auf die wichtige Beiträge
der ethnischen Minderheiten zur rumänischen Kultur aufmerksam machen, die
sozio-kulturellen Beziehungen zu ethnischen Gruppen aufwerten, die aus Rumänien
stammen und gegenwärtig in Deutschland leben. Das Projekt anlässlich des
bedeutenden Ereignisses wird in Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen und Personen
vorbereitet:
o Kulturreferat der Stadt München
o Staatkanzlei, München
o Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, München
o Rumänisches Generalkonsulat, München
o Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, Bukarest
o Kultusministerium, Bukarest
o Abteilung für Minderheitschutz der Rumänischen Regierung
o Münchener Musik Seminar e. V.
o Südostdeutsches Kulturwerk e. V. , München
o Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen, München
o Landsmannschaft der Banater Schwaben, München
o Vertreter der Jüdischen Gemeinde, München
o Appozitia e. V. , München
o Bukowina Institut, Augsburg
o Siebenbürgen-Sächsische Stiftung
Initiator des Projektes: Maria Lie-Steiner
Berater für die PR: Dr. Bernhard Wittek
Organisatorisches Komitee: Dipl. Ing. Univ. Theodor Christen
Künstlerin Maria Lie-Steiner
Teilnehmer vorangegangener Ausstellungen kurz vorgestellt
Catalina Braun, Geboren 1949 in Bukarest.
Schülerin des Choreographischen Instituts in Bukarest, mit Abschlussprüfung
(1968) in Klassischem Tanz. 1968-1971 Studium an der Hochschule für Gestaltung
Bukarest. 1972 übersiedlung nach München. Der in der bayerischen Hauptstadt
lebende Maler und Bildhauer Enzo Arduini stellte der jungen Künstlerin sein
Atelier zur Verfügung. Es folgten einige Jahre des Abtastens und des Anpassens an
die neue (westliche!) Welt, wo Catalina Braun sich in einem Prozess der Selbstfindung
befand. Die relativ grossformatigen Bilder der Catalina Braun vermitteln dem Betrachten
ein Stück Poesie, sie binden ihn in Rhythmus und Musik ein. Nicht zu
übersehen ist ihre Anlehnung an Tanzbewegungen und choreographische
Bewegungsabläufe. Die graziöse Haltung der Silhouetten, die Anmut der zu
porträtierenden Personen vervollständigen den Eindruck von Reife und
kontrollierter Kraft, die die Bilder der Wahlmünchenerin vermitteln. Auf die
Frage, ob diese Werke ihre rumänische Herkunft bezeugen, antwortet Catalina Braun:
"Meine Kunst ist Ausdruck meiner Seele und meines Temperaments zugleich..."
Mariana Cinteanu, Geboren 1952 in Constanza / Rumänien.
Kunstschule Constanza, Kunstakademie in Bukarest, Rumänien. Danach ist sie als
Lehrerin und als künstlerische Mitarbeiterin im Constanza-Theater tätig. 1977
übersiedelt sie nach Deutschland. Zwei Stipendien in Italien, zahlreiche
Ausstellungen in Deutschland und im Ausland. Die Arbeiten von Mariana Cinteanu
formulieren eine Entwicklungslinie ihres fachtechnischen Schaffens. Im Gegensatz zur
ausschliesslichen Arbeit mit Pinsel und Zeichenstift verwendet die Künstlerin
für die Collagenmalerei verschiedene Materialien und klebt sie auf einen
flächigen Bildgrund. Diese diversen Fragmente arrangiert die Künstlerin zu
einer geschlossenen Form. Die rumänische Tradition (und Schule) ist bei ihr nicht
ohne weiteres identifizierbar, da die abstrakt konzipierten Elemente eher auf eine
nicht gegenständliche Orientierung hindeuten. Energie, Dynamik, Rhythmus, Strenge
und Sensibilität prägen die Arbeiten der Mariana Cinteanu. (Zahlreiche
Einzel- und Gruppenausstellungen, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa).
Marcel Chirnoaga,Geboren 1930 in Busteni / Rumänien.
1952 Abgeschlossenes Studium der Mathematik. Bereits 1948 beginnt er Zeichnungen in der
rumänische Presse zu veröffentlichen. 1953 Mitglied des Berufsverbands der
"Bildenden Künstler Rumäniens". Beginnt systematisch Zeichnungen,
Radierungen, Lithographien herzustellen, wobei er eigens selbstentwickelte Technik
anwendet. Realisierte eine Reihe von Illustrationen und Plakaten; arbeitet auch als
Bühnenbildner und Bildhauer, wobei er verschiedene Materialien wie Holz, Granit
und Eisen bearbeitet. Das Werk von Marcel Chirnoaga ist sehr umfangreich; er selbst
gehört zu den grossen Künstlern Rumäniens, die das Land auch nach Aussen
gut zu vertreten verstehen. Durch Teilnahme an zahlreichen, auch internationale
stattfindenden Ausstellungen hat sich Chirnoaga einen Bekanntheitsgrad errungen, der
unter Graphikern und Illustratoren seinesgleichen sucht. Sein künstlerisches Kredo
betont eine gute, solide und fantasievolle Tradition, wobei man hier hinzufügen
muss, dass diese Qualitäten sich nur auf seine graphischen Werke erstrecken.
Sobald er dreidimensional denkt, und als Bildhauer tätig wird, ändert sich
sein Bezug zur Tradition und zum Realismus. Sein Schaffen, beziehungsweise seine
Aktivität wurde durch zahlreiche Preise ausgezeichnet. Seine Werke sind in vielen
namhaften Museen der Welt zu finden.
Sandra Dunca, Geboren 1940 im Bukarest.
1957-1960 Besuch der Fachoberschule für Drucktechnik in Bukarest. 1962-1968 Besuch
der Bukarester Kunstakademie. 1968-1978 Ð arbeitet als Werbegraphikerin im
rumänischen Kulturministerium. 1979 findet ihre übersiedlung nach Deutschland
statt. Bis 1997 mehrere Lehraufträge als Dozentin im Volkshochschulbereich. Seit
1993 Mitglied des "Berufsverbands der Bildenden Künstler"/ München und
Oberbayern. Landschaften und Menschen sind die Themen von Sandra Dunca. Sie leben durch
die Kraft, die durch das Verständnis zu Farbe und Form entsteht. Dabei macht die
Künstlerin ohne Scheu ihre Verletzbarkeit sichtbar. Der Mut, diese Verletzbarkeit
zu zeigen, lassen Bilder entstehen, die nicht zum Mitleid auffordern sondern zum
Nachdenken anregen. Die handwerklichen Mittel sind auf der einen Seite eine exakte
zeichnerische, graphische Bildsprache, auf der anderen Seite die emotionale, gestische
Malerei. Es sind keine heiteren und fröhlichen sondern ernste und ernstzunehmende
Bilder. Leben wird in seiner Vielschichtigkeit sichtbar.
Ingo Glass, Geboren 1941 in Temeswar / Rumänien
1961-1967 Studium der Bildhauerei und Kunstgeschichte an der Klausenburger
Kunstakademie, Meisterschüler bei Artur Vetro. 1993 Promoviert an der
Universität Bukarest zum Dr. hist. Seine Ausstellungen machten ihn im Inland
sondern auch im Ausland bekannt. Trotz seiner klassischen akademischen Ausbildung war
seine Absage an die figurative Kunst eindeutig. Im Rückblick erklärt der
Künstler: "Ich habe die Gotik mit dem 20. Jahrhundert verbunden, ihr einen
zeitgenössischen Geist gegeben. Das Schweben, Fliegen, das Erheben vom Boden ist
ein Streben des 20. Jahrhunderts. Das habe ich versucht, durch meine Raumskulpturen
darzustellen." Er ist bis heute noch als Referent für Bildende Kunst im
Kulturreferat der Stadt München tätig.
Doina Lie, Geboren 1931 in Mühlbach / Rumänien.
Studierte Bildhauerei an der Kunstakademie Bukarest, Klasse Prof. Baraski. Nach
Abschluss des Studiums beginnt für Doina Lie eine relativ steile Karriere, deren
Verlauf sich auch in Deutschland erfolgreich fortgesetzt hat. Doina Lie gehört zu
den Künstlern, die sich einen festen Platz in der internationalen Szene erarbeitet
haben; Vitalität, Schwung und eine positive Einstellung zum Menschen, die sich
nicht nur in den Plastiken, Monotypien und Hinterglasmalereien zeigen, sondern auch die
Künstlerin selbst ausweisen, lassen die Betrachtung ihrer Werke zum Erlebnis
werden. In ihren Werken sind ganz deutlich drei Linien wiederzufinden: zum einen die
klassische, der auch ihre Grundhaltung entspringt, zum anderen die moderne, kubistische
und nicht zuletzt die symbolische Linie, die Doina Lie aus dem rumänischen
Volksmythos schöpft. Sie wird oft als "materialbesessene" Arbeiterin bezeichnet;
diese innige Beziehung zum Material gilt heute als alles andere als
selbstverständlich und besitzt augenscheinlich die Qualität, das Gesamtwerk
der Künstlerin nicht nur konzeptuell sondern auch taktil zu veredeln. Zahlreiche,
grösstenteils offizielle, bzw. staatliche Aufträge, tragen kontinuierlich zu
dem hohen Bekanntheitsgrad der Künstlerin bei.
Doina Lucanu-Sbarciu, Geboren 1956 in Bistritz / Rumänien.
1978-1982 Absolventin der Kunstakademie "Ion Andreescu" in Klausenburg, Rumänien.
1982-1985 arbeitet sie als Designerin bei der "Postavaria Romana", danach ab 1985, an
der Modeschule Bukarest. Sie ist Mitglied des "Berufsverbands der Bildenden
Künstler" Rumäniens. Doina Sbarciu hat sich der Textil- und Objektkunst
verschrieben; Ihre Arbeiten, die naturgemäss die rumänische Folklore und das
rumänische Handwerk als Quelle anzapfen, sind gewiss nicht nur als dekorative
Erzeugnisse, sondern auch als selbständige Kunst-Unikate zu betrachten. Eine
Vielfalt an Materialien (Leinen, Wolle, Baumwolle, grobes Tuch und Schilf), eine
raffinierte Farbscala und eine geschickte Verteilung der "Schwerpunkte" auf durchwegs
gross gestalteten Flächen vervollständigen den erfreulichen Eindruck, den die
Werke von Doina Sbarciu hinterlassen. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen In- und
Auslandsausstellungen zu besichtigen, ihre Aktivität wurde durch mehrere Preise
und Auszeichnungen gewürdigt.
Radu-Anton Maier, Geboren 1934 in Klausenburg / Rumänien.
1958 Absolvent der Kunstakademie "I.Andreescu" in Klausenburg. Arbeitet als
wissenschaftlicher Assistent bei der o.g. Akademie. Arbeitet auch mit Prof. Corneliu
Baba in Bukarest zusammen. 1967 findet seine übersiedlung nach Deutschland statt.
Zwischen 1974 und 1997 war er als Graphiker bei der Regierung von Oberbayern, in
München, tätig. Parallel sind von ihm regelmässig Ausstellungen (Gruppen
und- Einzel), im In- und Ausland zu verzeichnen; Mitte der 70er bis Mitte der 80er
Jahre nahm er regelmässig auch an der "Münchner Grossen Kunstausstellung"
teil. Die Werke von Radu Maier zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Beherrschung der
von ihm eingesetzten künstlerischen Mittel aus; Radu (so lautet sein
Künstlername) ist ein ausgezeichneter Handwerker, der mit einem gesunden
Berufsethos ausgestattet zu sein scheint. Die Gefahren, die auf ihn lauern, sind in
seiner Virtuosität, bzw. in seiner Begeisterung für technische Lösungen
zu suchen; seine Experimentierfreude nimmt in seinem Schaffensprozess einen wichtigen
Platz ein. Seit seiner übersiedlung nach München hat Radu zahlreiche
Ausstellungen, vor allem nach übersee organisiert. Seit 1990 stellt er
regelmässig auch in Klausenburg/ Rumänien aus.
Maria-Emilia Otetelesanu, Geboren 1949 in Bukarest.
Kunstakademie "N. Grigorescu" Bukarest (Promotion 1976). Kunstlehrerin bis 1978. Bis
1986 arbeitete sie in der Filmproduktionsstätte "Buftea". Seit 1995 ist sie als
Kunsterzieherin in Bukarest tätig. Zahlreiche Einzel- und Gruppen-Ausstellungen in
Bukarest. Mitglied des "Rumänischen Berufsverbands der Bildenden Künstler".
Maria-Emilia Otetelesanu ist eine reife Künstlerin, die ihre Experimente bereits
hinter sich hat; die Frische und Unbefangenheit der Natur gegenüber trägt den
Stempel ihrer Professoren Vasile Grigore, aber auch das Signum der Farbkultur eines Al.
Ciucurencu, ein weiterer Grosser der rumänischen Malerei. Ihre Arbeiten zeichnen
sich durch eine konsequente Auswertung der rumänischen Bräuche und Folklore
aus. Tänze, Dynamik, geschwungene Linien und eine gewagte Farbpalette sind weitere
Charakteristika dieser eigenwilligen Künstlerin.
Nelu Pascu, Geboren 1963 in Rumänien.
1978-1982 Industriegymnasium Galati. Danach Militärdienst bei der rumänischen
Marine. 1990 beginnt er mit der Malerei. 1995 beschliesst er, sich in Padua, Italien,
niederzulassen. Nimmt mit diversen Kultur- und Kunstvereinen Kontakt auf und
organisiert mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen, wodurch er sich in das
italienische Kunstgeschehen einzufügen versucht. Die Arbeiten des Autodidakten
Nelu Pascu, vermitteln eine solide Professionalität, die den Hintergrund einer
akribisch durchgeführten Ausbildung vermuten lassen. Seine Arbeiten, die sich
stark an diverse rumänische Teppich- und Textilkunstwerke anlehnen, zeichnen sich
durch Vitalität, Spontaneität und Seriosität aus. Seine Maltechnik des
pastosen Auftrags ist gekonnt und erinnert entfernt an berühmte rumänische
Vorbilder. Die übersiedlung nach Italien hat dem Künstler die
Möglichkeit, schnell und ergiebig neue Horizonte zu erschliessen, verschafft. Die
Italienische Kritik äusserst sich dahingehend, dass Pascu sehr anpassungs- und
entwicklungsfähig ist; sein künstlerisches Potential wird ebenfalls als hoch
eingeschätzt.
Vlad Perianu, Geboren 1968 in Bukarest.
1995 Abschlussprüfung der Kunstakademie, Bukarest, (Klasse Prof. P. Vasilescu).
1996 wird er Mitglied des "Berufsverbands der Bildenden Künstler Rumäniens".
1999 übernimmt er als Lehrer, eine Tätigkeit im Gymnasium für Bildende
Künste "N. Tonitza" in Bukarest. Der Bildhauer Vlad Perianu gehört einer
Generation an, die bereits die rumänische Revolution sozusagen miterlebt, wenn
nicht sogar mitgemacht hat; entsprechend befreit ist seine Einstellung zur
Realität, beziehungsweise, entsprechend reif ist seine Haltung der Umwelt
gegenüber. Die Tatsache, dass nach der Revolution ein offenes Bekenntnis zur
Religion keine Gefahren mehr für die jeweiligen Gläubigen darstellte,
schlägt sich in den Arbeiten Vlad Perianus eindrucksvoll nieder. Die Objekte von
Perianu stellen darüber hinaus die grosse Liebe des Künstlers zur
Material-kombinationen dar, wobei Holz immer die dominierende Rolle spielt. Die Farben,
womit er die Skulpturen nachträglich zu bemalen pflegt, sind dezent und weisen auf
eine innige Beziehung des Künstlers zu den bäuerlichen Skulpturen des Landes
hin. Der feine Umgang mit diversen und brisanten Themen der Gegenwart, gepaart mit
einer Reihe von diskreten Warnungen, die der Künstler an die Gesellschaft sendet,
sind eine Gewähr, dass Perianu am Anfang einer vielversprechenden Karriere steht.
Maria Lie-Steiner, Geboren 1966 in Bukarest.
Studium der Malerei an der Kunstakademie Bukarest, Klasse Prof. V. Grigore. 1995
übersiedlung nach Deutschland. Maria Lie-Steiner ist eine Ausnahmekünstlerin,
die ihre Botschaft mit einem gerade noch entschlüsselbaren Code versieht, aber den
Betrachten oft auf falsche Fährten zu führen versteht. Die Tatsache, dass sie
(oft) Velasquez-Zitate in ihren Schaffensprozess miteinbezieht, ist bei weitem nicht
Resultat von Ideenarmut, sondern vielmehr auf den Umstand zurückzuführen,
dass Maria Lie ihre Übertragungsmethode erheblich verfeinert hat. Maria Lies
Infantinnen gelten lediglich als Träger, als Gerüst für eine breite
Skala von Gefühlen und Stimmungen, die nicht zuletzt durch raffiniert abgestimmte
Farbkombinationen eindrucksvoll zur Geltung kommen. Der unmittelbare Kontakt mit den
berühmtesten Werken der europäischen Kunst trug natürlich zu einer
Bereicherung des Gesamtkonzepts der Künstlerin bei, aber Maria Lie brachte bereits
aus Rumänien exzellente Elemente künstlerischer Praxis mit, die ihr als
richtungsweisende Stützen zu ihrer Entwicklung verholfen haben. Oft werden die
Werke der Künstlerin als "äusserst geschmackvoll" apostrophiert; man sollte
dabei niemals verkennen, dass sie weitaus mehr als das sind.
Annemarie Werhazy, Geboren 1957 in Kronstadt / Rumänien.
Bis 1980 Architekturstudium in Klausenburg/ Rumänien. 1984 übersiedelte sie
in die Bundesrepublik. Arbeitet seit 1986 als Diplom-Ing. (Bereich Bau) bei der
Regierung von Oberbayern. Beginn der künstlerischen Aktivität unter der
Anweisung des Malers Hans Arnold. Studiert seit 1989 regelmässig bei Heribert
Losert. Vor einigen Jahren wurde sie zur Vorsitzenden des Kunstvereins Erding
gewählt. Die künstlerische Aktivität von Annemarie Werhazy ist nicht
sehr lang, aber umso intensiver. Der Kontakt zur Realität (auf schöpferischer
Ebene) und somit auch mit dem Realismus, hat sie schnell durch eine eigenwillige Optik
(gepaart mit einer gesunden Ästhetik), ersetzt. Diese Haltung ist auch auf die
künstlerische Erziehungsarbeit eines Heribert Loserts zurückzuführen. Es
ist aber begrüssenswert, dass die Künstlerin sich relativ zügig ihre
eigene Linie gefunden und ständig gefestigt hat. An ihren Meister dürfte
höchstens die disziplinierte Haltung, eine relativ konstruktivistische
Attitüde der Natur gegenüber und, vielleicht, eine bestimmte Kühle in
der Farbzusammenstellung erinnern. Was Themenauswahl, Techniken und ästhetisches
"Kredo" betrifft, ist es Annemarie Werhazy gelungen, sich einen festen Platz unter den
bayerischen Künstlern zu sichern.
Dan Ioan Dinescu, Geboren 1940 in Bukarest.
1968 Absolvent des Bauinstituts Bukarest. Danach postuniversitäre Studien in
Bereich "Kunstphotographie". 1982-1983 studierte er an der "Theater Ð und Filmakademie"
in Bukarest. Mitglied des Berufsverbands der Kunstfotografen Rumäniens seit 1971.
Wird A.F.I.A.P. Ð Mitglied (Artiste de la Federation Internationale de l"Art
Photographique). Dan Ioan Dinescus Photographische Aktivität läuft auf zwei,
sich manchmal stark überlappenden Schienen: zum Einen die wissenschaftliche
Tätigkeit der "Aerophotographie" (Luftbilder und Kartographie), sowie die daraus
entstandenen Dokumentarabbildungen, und zum Anderen die kreativ erarbeiteten Motive,
die - unausweichlich - mit den oben genannten Elementen eine innige Beziehung eingehen.
Zwischen 1979 und 1989 arbeitete er als Angestellter des Bukarester "Nationalmuseums
für Geschichte" bei der Systematisierung der archäologischen Schichten
Rumäniens. Die Photoausstellungen, die in dieser Periode entstanden sind, haben
keine direkte Beziehung zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit, aber sie weisen
doch darauf hin. Auch die Bücher, die er photographisch illustriert, wie "The
wooden architecture of Maramures" sollten in diesem Sinn dazu gezählt werden.
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